Blutegel-Therapie
Die Blutegeltherapie ist ein bewährtes naturheilkundliches Verfahren, das bei bestimmten entzündlichen Prozessen sowie bei Durchblutungs- und Venenerkrankungen unterstützend eingesetzt werden kann. Während des Saugvorgangs geben Blutegel verschiedene blutverdünnende, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Substanzen in das Gewebe ab.
So können z. B. folgende Erkrankung mit Blutegeln therapiert werden:
- Arthrose und Arthritis
- Akute und chronische Gelenkschmerzen
- Venöse Erkrankungen (z. B. Krampfadern, Ulcus cruris)
- Durchblutungsstörungen, insbesondere der Extremitäten
- Myogelosen und muskuläre Verspannungen
- Neuralgien
- Rheumatische Erkrankungen (unterstützend)
Behandlungsablauf
Je nach Indikation werden mehrere Blutegel an die betroffene Stelle angesetzt. Der Saugvorgang dauert in der Regel 60–90 Minuten, anschließend fällt der Blutegel selbstständig ab. Eine gewollte Nachblutung über mehrere Stunden ist Teil der Therapie. Eine sterile Wundversorgung sowie ausreichend Ruhe am Behandlungstag sind wichtig. Jeder Blutegel wird selbstverständlich nur einmal verwendet.